vbw: Landeswohnraumförderung zukunftsfest und investitionsfähig gestalten
Der vbw hat den Beteiligten der laufenden Koalitionsgespräche Vorschläge zur Weiterentwicklung der Landeswohnraumförderung übermittelt. Zwar seien die Mittel für den geförderten Wohnungsbau in den vergangenen Jahren deutlich erhöht worden, doch reichten sie angesichts stark gestiegener Bau‑ und Finanzierungskosten weiterhin nicht aus. Entscheidend sei zudem eine verlässliche, dauerhaft tragfähige Förderstruktur.
Der vbw spricht sich für mehr Zielgenauigkeit und soziale Gerechtigkeit aus. Einkommensgrenzen und Belegung geförderter Wohnungen müssten regelmäßig überprüft werden. Eine reine Prüfung beim Wohnungsbezug bilde die heutige gesellschaftliche Realität nicht mehr ab. Ergänzend zur Objektförderung sollte daher eine einkommensorientierte Förderung eingeführt werden, um Fördermittel passgenauer einzusetzen und Fehlbelegungen zu reduzieren.
Zugleich fordert der Verband einen weiteren Ausbau und eine langfristige Absicherung der Wohnraumförderung, insbesondere durch eine 1:1‑Kofinanzierung der Bundesmittel durch das Land. Notwendig seien außerdem deutlich vereinfachte Antragsverfahren, schnellere Bearbeitungszeiten und eine bessere Abstimmung der Förderprogramme über Ressortgrenzen hinweg.
Kritik übt der vbw an zusätzlichen Hemmnissen wie der verpflichtenden Nachhaltigkeitszertifizierung bei größeren Projekten sowie am derzeitigen System der Reservierungszusagen, das in der Praxis zu Unsicherheiten und blockierten Fördermitteln führt.
Der vbw betont: Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen, praxistauglichen Verfahren und verbesserten Finanzierungsinstrumenten kann der geförderte Wohnungsbau wieder deutlich gestärkt und bezahlbares Wohnen im Land gesichert werden.
Das Papier finden Sie hier
