Klimagipfel der Wohnungswirtschaft 2026
Wir laden Sie herzlich ein
zum Klimagipfel der Wohnungswirtschaft 2026
am 26. und 27. Februar 2026 – in Konstanz oder per Livestream
Programm, u.a. mit:
- Dr. Hans-Joachim Rosner (Universität Tübingen) zu: Klimawandel und Städte - Ursachen, Auswirkungen, Anpassungsstrategien
- Prof. Dr. Viktor Grinewitschus (EBZ Business School) zu: Stromnutzung in Wohngebäuden - Lösungen für die Wohnungswirtschaft
- Effizienzpotenziale im Heizungskeller
- Neue Baustoffe und innovative Lösungen
- Praxisnahe Umsetzungsbeispiele auf dem Weg zur Klimaneutralität
Ergänzt wird das Programm durch inspirierende Best Practices aus der Wohnungswirtschaft sowie eine Abendveranstaltung, die Raum für persönliches Netzwerken und vertieften Austausch bietet.
Einen Rückblick finden Sie hier

Die Herausforderungen für die gemeinwohlorientierten Wohnungsunternehmen liegen darin, den klimaneutralen Wohnungsbestand bis 2040 zu erreichen und gleichzeitig das Wohnen weiterhin bezahlbar zu gestalten. Um Klimaneutralität zu erreichen, liegt das Hauptaugenmerk auf dem Wohnungsbestand. Die vbw-Mitglieder halten rund 460.000 Wohnungen, in die in unterschiedlichem Maße investiert werden muss.
Praxisbeispiele - Klimaschutz im Wohnungsbau

Praxisbeispiel GWG Tübingen: Sanierung in Zusammenarbeit mit Fertighaushersteller
Neben den hochkarätigen Expertenvorträgen bot der Klimagipfel 2022 auch spannende Beispiele aus der Praxis. Sie gaben einen Einblick über die Bandbreite der Möglichkeiten für die Energieeinsparung im Gebäudebereich:
So stellte Uwe Wulfrath, Geschäftsführer der GWG Tübingen, ein Pilotprojekt für die serielle Modernisierung im Bestand vor. Um Wohngebäude mit schlechter Energieeffizienz zu sanieren, arbeitet das kommunale Wohnungsunternehmen mit dem Fertighaushersteller Schwörer zusammen. Die Vorteile: Durch die Verlagerung von Bauleistungen in die Fabrikhalle können die Bauzeiten für die tatsächliche Modernisierung vor Ort und damit die Belastung für die Mieter gekürzt werden. Gleichzeitig soll so der Handwerkermangel abgefedert werden, indem die Ressourcen des Fertighausherstellers genutzt werden.

Praxisbeispiel WOBAK: Aufbau eines Nahwärmenetzes in Konstanz
Die WOBAK Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Konstanz setzt in Ihrer Klimastrategie auf den Aufbau eines Nahwärmenetzes. Dabei kooperiert eng mit den Stadtwerken Konstanz, um eine klimafreundlichere Energieversorgung mit erneuerbaren Energie aufzubauen. „Erneuerbare Wärmenetze sind die effektivsten Instrumente zur Klimaneutralität im Gebäudesektor. Aber: Bis zur Realisierung müssen Hürden in der Planung, bei der Überzeugung weiterer Nutzer und in der unsicheren Förderkulisse überwunden werden.“, erläuterten WOBAK-Geschäftsführer Jens-Uwe Götsch und Dr. Norbert Reuter, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz.
Klimawandel und Klimaschutz
Klimaziel in Baden-Württemberg: Null Emissionen im Gebäudesektor bis 2040
Mit der Verschärfung des Bundes-Klimaschutzgesetzes im August 2021 wurde das Ziel verankert, eine Treibhausgasneutralität bis 2045 zu erreichen.
In Baden-Württemberg will die Landesregierung dies sogar noch übertreffen. In der Novelle des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg (KSG BW) im Herbst 2021 wurde festgeschrieben: "Der Treibhausgasausstoß des Landes soll im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 bis 2030 um mindestens 65 Prozent (reduziert werden) und bis 2040 soll über eine schrittweise Minderung Netto-Treibhausgasneutralität („Klimaneutralität“) erreicht sein."
Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft, eine Branche, die üblicherweise in 40-Jahres-Zyklen investiert. Sie kann nur mit fundierten und gut geplanten Klimastrategien gemeistert werden, die allerdings die Unternehmensentwicklung über Jahrzehnte maßgeblich beeinflussen.
Vereinbarkeit Klimaschutz und bezahlbares Wohnen
Dr. Iris Beuerle, vbw-Verbandsdirektorin:
"Eine der größten Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft in Baden-Württemberg ist die Erreichung der Klimaneutralität im Gebäudebestand bis 2040.
Zum Erreichen der Klimaziele muss der Fokus dabei auf die CO2-Einsparung statt auf ständig höhere Effizienzstandard gelegt werden. Von der Politik fordern wir, dass regulatorische Rahmenbedingungen angepasst, Technologie-Offenheit sowie Sektorkopplung gewährleistet werden.
Denn wichtig ist: Der Klimaschutz darf die gemeinwohlorientierten Wohnungsunternehmen in ihrer Investitonstätigkeit nicht überfordern. Damit bezahlbares Wohnen möglich bleibt!"
Ein Videostatement der Verbandsdirektorin finden Sie hier