Stiftung Schönau erhält besondere Anerkennung beim Landespreis „Kirche und bezahlbares Wohnen“
Die Stiftung Schönau aus Heidelberg erhält im Rahmen des Landespreises „Kirche und bezahlbares Wohnen“ eine besondere Anerkennung des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg. Gewürdigt wird ihre strukturprägende Rolle bei der Entwicklung kirchlicher Liegenschaften für Wohnzwecke. Die unabhängige Fachjury hebt hervor, dass die Stiftung Schönau bereits heute in erheblichem Umfang kirchliche Immobilien aktiviert und mit institutioneller Wirkung zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums beiträgt
Als Immobilienunternehmen der Evangelischen Landeskirche in Baden gestaltet die Stiftung Schönau kirchliches Vermögen aktiv und langfristig. Mit rund 900 Wohneinheiten und etwa 21.000 Erbbaurechten in Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe und Freiburg verbindet sie wirtschaftliche Tragfähigkeit mit gesellschaftlicher Verantwortung.
Die Stiftung baut ausschließlich für den eigenen Bestand. So bleibt der geschaffene Wohnraum dauerhaft dem Markt erhalten, ein entscheidender Beitrag zur Stabilisierung angespannter Wohnungsmärkte in den badischen Metropolen.
Kirchliches Vermögen strategisch entwickeln
Unter dem Leitmotiv „Gemeinsam handeln“ arbeitet die Stiftung eng mit Kirchengemeinden zusammen. Sie übernimmt Grundstücke, unter anderem im Erbbaurecht, und entwickelt sie zu lebendigen Wohnquartieren weiter.
Beispielhaft steht dafür das aktuell im Bau befindliche Projekt in der Heinrich-Fuchs-Straße in Heidelberg-Rohrbach: Auf einem ehemaligen Gemeindezentrum entstehen 33 Mietwohnungen, davon 30 Prozent gefördert, unter Erhalt und Integration eines Bestandsgebäudes.
Auch in Edingen-Neckarhausen entwickelt die Stiftung ein Quartier mit 67 Mietwohnungen in Holzhybridbauweise nach KfW-40-Standard, rund 90 Prozent davon gefördert. In Karlsruhe entsteht mit dem „Waldhaus“ ein weiteres Projekt mit 35 Wohnungen, ebenfalls mit 30 Prozent gefördertem Wohnraum.
Diese Projekte stehen exemplarisch für einen strategischen Umgang mit kirchlichen Grundstücken und Immobilien, die in den kommenden Jahren in großer Zahl frei werden. Landesweit rechnen die Kirchen mit rund 5.000 Liegenschaften in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren.
Verantwortungsvolles Handeln als verbindlicher Maßstab
Ökologische Verantwortung ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie. Bei Neubauten setzt die Stiftung regelmäßig auf Holz- und Holzhybridbauweisen, vielfach mit Holz aus den eigenen, PEFC-zertifizierten Wäldern.
Das Holzbauprojekt in Brühl mit 39 Wohneinheiten zeigt, wie klimagerechtes Bauen und wirtschaftliche Umsetzbarkeit zusammengeführt werden können. In der Heidelberger Südstadt (John-Zenger-Straße) wurden 84 Prozent der 38 Wohnungen im geförderten Segment realisiert, ein deutliches Signal für soziale Durchmischung im Neubau.
Modellcharakter für Kirche und Kommunen
Der Innovationspreis des Landes zielt darauf ab, kirchliche Ressourcen für bezahlbares Wohnen sichtbar zu machen und modellhafte Ansätze in die Fläche zu tragen. Der Anerkennungspreis für die Stiftung Schönau unterstreicht, dass professionelles Immobilienmanagement im kirchlichen Kontext ein wirksamer Hebel für verantwortungsvolle Quartiersentwicklung sein kann.
Mit ihrer Kombination aus Konversion, Nachverdichtung, gefördertem Wohnungsbau und Holzbau setzt die Stiftung Schönau landesweit Maßstäbe. Die Anerkennung durch das Land macht deutlich: Die Aktivierung kirchlicher Liegenschaften ist kein Nischenthema, sondern ein zentraler Baustein für die Wohnraumversorgung der Zukunft.
