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Einweihung des Stiftungshaus in Kirchzarten

Bezahlbarer Wohnraum bleibt eine der großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit. Steigende Mieten führen dazu, dass immer mehr Menschen Schwierigkeiten haben, geeigneten Wohnraum zu finden. Vor diesem Hintergrund ist in Kirchzarten ein wegweisendes Projekt realisiert worden, das zeigt, wie durch partnerschaftliches Handeln konkrete Lösungen entstehen können.

Die Bauverein Breisgau Stiftung hat gemeinsam mit der Erzbischof-Hermann-Stiftung und der Bauverein Breisgau eG ein Mehrfamilienhaus mit insgesamt 15 Wohnungen errichtet. Das Stiftungshaus nach dem „Kirchzartener Modell“ bietet Wohnen nach modernen und ökologisch und sozial nachhaltigen Kriterien. Das Gebäude in exklusiver Lage im Kirschenhof 5 umfasst insgesamt 15 Wohnungen, die zu 100 Prozent öffentlich nach dem Landeswohnraumförderungsgesetz gefördert sind. Das Gebäude wurde als KfW‑Effizienzhaus 55 realisiert, Balkonkraftwerke tragen zur Eigenstromgewinnung bei, während die nachhaltige Wärmeversorgung über den Anschluss an das Nahwärmenetz der ewk erfolgt. Ein zentrales Anliegen des Projekts war darüber hinaus die Förderung des nachbarschaftlichen Miteinanders. Dafür stehen den Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsame Außen- und Spielflächen zur Verfügung. Ergänzt wird das Wohnangebot durch eine direkte Anbindung an den Quartierstreff des Bauverein Breisgau e. V. im benachbarten Kirschenhof 3, der soziale Begegnungen und Gemeinschaft aktiv unterstützt.

Mit dem Segen vom Erzbischof Stephan Burger wurde das bereits vollständig bezogene Stiftungshaus eingeweiht. Sämtliche Wohneinheiten wurden vollständig preisgedämpft umgesetzt und stehen damit Haushalten zur Verfügung, die auf bezahlbare Mieten angewiesen sind. Durch die nach genossenschaftlichem Vorbild orientierte Vergaberichtlinien ist eine bedarfs- und familiengerechte Wohnraumversorgung der Menschen vor Ort gewährleistet.

Bei der Einweihung des Stiftungshauses durch Erzbischof Stefan Burger von der Erzdiözese Freiburg wurde die Bedeutung der Solidar- und Verantwortungsgemeinschaft hervorgehoben, die dieses Projekt ermöglicht hat. Das Zusammenwirken kirchlicher, genossenschaftlicher und kommunaler Akteure macht deutlich, dass die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gelingen kann, wenn Institutionen mit gemeinsamer Gemeinwohlorientierung an einem Strang ziehen. Gerade die gesellschaftliche Verantwortung für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen war ein zentraler Leitgedanke des Vorhabens. 

Das Projekt mit der doppelten Gemeinnützigkeit gilt bundesweit als einzigartig und wurde als Leuchtturmvorhaben mit dem „Innovationsradar“ des Zentralen Immobilienausschusses in Berlin ausgezeichnet. Entscheidende Faktoren für den Erfolg waren dabei Vertrauen, Verlässlichkeit und der Mut zu innovativen Lösungen innerhalb der beteiligten Organisationen.

Mit dem Neubau ist bezahlbare Heimat für Seniorinnen und Senioren, Familien sowie Menschen mit Handicap geschaffen worden. Das Projekt leistet damit einen konkreten Beitrag zu sozialer Durchmischung und Teilhabe.

Die erfolgreiche Kooperation macht deutlich: Kirche, Genossenschaft und Kommune bilden gemeinsam eine tragfähige Zukunftsformel für bezahlbaren Wohnraum. Diese konstruktive Zusammenarbeit wird bereits beim nächsten Vorhaben fortgesetzt – mit dem Projekt „Soziale Ortsmitte“ in Gottenheim.

Fotos: BVB Bauverein Breisgau eG