Richtfest der BSV Ravensburg: Der Blumenau die Krone aufgesetzt
Mit dem Richtfest feiert der BSV den nächsten Meilenstein seines Aufstockungsprojekts.
Mehr Wohnraum, Balkone für alle Wohnungen sowie ein modernes Energiekonzept mit Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen – und das, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln: Mit seinem Aufstockungsprojekt in der Blumenau schafft der Bau- und Sparverein Ravensburg 22 neue Wohnungen und modernisiert gleichzeitig 66 bestehende. Am 2. Juli feierte die Genossenschaft mit dem Richtfest des zweiten Bauabschnitts den nächsten Meilenstein eines ihrer größten Bauprojekte.
Statt eines klassischen Richtbäumchens hing an diesem Vormittag eine große, von Hand gekränzte Richtkrone am Haken des Krans. Nach und nach befestigten die Vertreter der beteiligten Unternehmen ihre Firmenlogos zwischen den immergrünen Zweigen und bunten Kreppbändern. „Die Richtkrone zeigt: Dieser Bau ist eine Gesamtleistung“, sagte BSV-Vorstand Lothar Reger.
Mit einem Investitionsvolumen von 11,2 Millionen Euro zählt das Projekt zu den größten Bauvorhaben in der Geschichte des Bau- und Sparvereins. Alle Wohnungen verfügen künftig über einen Balkon sowie über Fahrrad- und Pkw-Stellplätze. Zum Energiekonzept gehören begrünte Flachdächer, Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen. Mit dem Richtfest wurde nun die Aufstockung des zweiten Bauabschnitts gefeiert. Bis zur Fertigstellung stehen noch Arbeiten an Fassade und Außenanlagen an.
In seiner Ansprache bezeichnete Reger das Richtfest als „Moment des Innehaltens“, vor allem aber als Fest des Dankes. Aus Plänen sei Wirklichkeit geworden. „Keine KI installiert Fenster und Heizungen. Dafür braucht es Menschen mit Erfahrung und Können“, sagte er. Am Ende gehe es darum, dass Menschen hier über Jahrzehnte gut leben können. „Dafür lohnt sich jede investierte Minute.“
Den traditionellen Richtspruch trug Zimmermann Simon Fleischer von der Zimmerei & Holzbau Willburger vom Gerüst aus vor. Darin blickte er mit einem Augenzwinkern auf Regentage, lange Arbeitstage und das gemeinsam Erreichte zurück. Anschließend stießen die Zimmerleute auf das Wohl des Hauses an und warfen ihre Gläser nach altem Brauch zu Boden. Zerbrechen sie in Scherben, gilt das als Glückszeichen für das Haus und seine künftigen Bewohner.
Auch Benedikt Willburger lobte die Zusammenarbeit mit dem Bau- und Sparverein. „Wenn es nur bei allen Baustellen so laufen würde wie beim BSV“, sagte der Geschäftsführer der ausführenden Zimmerei. Besonders hob er das pragmatische Miteinander, die kurzen Entscheidungswege und den respektvollen Umgang aller Beteiligten hervor.
Lob kam auch aus dem Weingartener Rathaus. Oberbürgermeister Clemens Moll bezeichnete das Aufstockungsprojekt als „gelungenes Beispiel der Innenentwicklung“ – ein Exempel dafür, wie dringend benötigter Wohnraum im Bestand geschaffen werden könne, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln. Gerade angesichts der angespannten Wohnraumsituation sei dies ein wichtiger Beitrag für die Stadt.
Ein besonderer Dank galt an diesem Tag den Mieterinnen und Mietern. Sie hatten die umfangreichen Bauarbeiten im bewohnten Zustand mitgetragen und dafür viel Geduld bewiesen. Mit dem Richtfest endet die Arbeit in der Blumenau noch lange nicht: Schon in Kürze startet der nächste Bauabschnitt an den beiden unteren Wohnblöcken. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 geplant.
Bild: Die Projektbeteiligten beim Richtfest in der Blumenau.
Foto: Don Ailinger
