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Reichenbacher Genossenschafter votieren für Fusion mit Kreisbau

Verschmelzung beider Genossenschaften ist Antwort auf gestiegene Anforderungen an Wohnungsunternehmen / BGR-Vorstand Warth: „Können uns so bestmöglich für die Zukunft aufstellen!“  

Es war ein besonderer Moment in der mehr als 75jährigen Geschichte der Reichenbacher Baugenossenschaft eG. Bei nur einer Gegenstimme votierten die Anwesenden auf ihrer jährlichen Mitgliederversammlung für eine Verschmelzung mit der Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG. Die Fusion soll – eine Zustimmung der Kreisbau-Mitglieder vorausgesetzt – rückwirkend zum 01.01.2026 erfolgen. Zuvor zogen Vorstand und Aufsichtsrat eine Bilanz des Geschäftsjahres 2025.   

„Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Genossenschaft sind geordnet. Das Anlagevermögen ist mit Eigenkapital und langfristigen Fremdmitteln finanziert. Außerdem besteht neben freien Eigenmitteln auch ein entsprechender Kreditrahmen“, informierte Vorstand Wolfgang Warth die Mitglieder. Warth, der sich nach 36-jähriger Amtszeit in den Ruhestand verabschiedet, konsta
tierte für 2025 eine Bilanzsumme von rund 6,21 Mio. EUR bei einem Bilanzgewinn von gut 181.000 EUR und einem Jahresüberschuss von knapp 82.000 EUR. Die Umsatzerlöse aus der Bewirtschaftungstätigkeit sind nahezu gleich zum Vorjahr, während sich die durch andere Lieferungen wie der Wärmelieferung von 93.600 auf 124.000 EUR erhöht haben. Die Mitgliederversammlung der Baugenossenschaft Reichenbach/Fils eG beschloss die Ausschüttung einer Bruttodividende von 2 Prozent je Mitgliedsanteil.  

Starke Genossenschaft im Interesse der Mitglieder 
„Vorstand und Aufsichtsrat der Baugenossenschaft haben seit 2021 ausführliche Diskussionen zur Weiterentwicklung der Genossenschaft geführt, verschiedene Arten der Kooperation bzw. 
mögliche Fusionspartner umfassend bewertet“, so Vorstand Wolfgang Warth. Letztlich habe man sich entschieden, mit der Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG über eine Verschmelzung zu verhandeln.  

Mit der anvisierten Verschmelzung bündele man die Kräfte beider Genossenschaften im Interesse der Mitglieder, verbessere die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit, stärkt mittel- und langfristig die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zur Erfüllung des Förderauftrages. BGR-Vorstand Warth: „Die dynamische Entwicklung im Geschäftsumfeld, die Herausforderungen des Klimawandels sowie der demographische Wandel stellen uns vor große Aufgaben. Auch unsere Genossenschaft muss auf die erheblich veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die allgemein deutlich gestiegenen Anforderungen an Wohnungsunternehmen reagieren. Unsere Mitglieder und Kunden profitieren vom erweiterten Wohnungsangebot. Durch die Ertrags- und Finanzkraft der fusionierten Genossenschaft lassen sich Investitionen in den Bestand deutlich effektiver realisieren.“ 

Mit der 1919 gegründeten Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG und ihren 4.115 Mitgliedern und 1.741 Wohneinheiten habe man einen starken Partner an der Seite. Zudem führe diese seit Juli 2024 die Geschäftsbesorgung durch und habe bereits viele WEG-Verwaltungen in Reichenbach. So auch die Mitglieder der Kreisbau auf ihrer bevorstehenden Mitgliederversammlung am 22. Juni 2026 (bzw. 20. Juli 2026) für eine Verschmelzung votieren und die Eintragung der Verschmelzung in das Genossenschaftsregister vollzogen ist, werden die Reichenbacher Genossenschafter Mitglieder der Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG. Die bisherige Geschäftsstelle der Reichenbacher soll voraussichtlich bis Ende 2027 aufrecht 
erhalten bleiben.  

Zuvor hatte Gernot Schober, Wirtschaftsprüfer und Prüfungsdirektor vom vbw - Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., zum Jahresabschluss und zum Verschmelzungsgutachten informiert und Unbedenklichkeit attestiert. BGR-Aufsichtsrat Martin Hermann wurde als Mitglied des Aufsichtsrates in der Kreisbaugenossenschaft Kirchheim vorgeschlagen.  

 

Bild: Erste Hürde der Genossenschaftsfusion geschafft – freuen sich auf die gemeinsame Zukunft (v.l.n.r.): Dietmar Ederle (Aufsichtsratsvorsitzender Kreisbau), Bernd Weiler (Vorstandssprecher Kreisbau), Stephan Schmitzer (Technischer Vorstand Kreisbau), Wolfgang Warth (Vorstand BG Reichenbach) und Daniel Gress (Amtierender Aufsichtsratsvorsitzender BG Reichenbach).

Bildrechte: BG Reichenbach