Ministerin Schopper informiert sich über Quartiersentwicklung im Metzgergrün
Wie gelingt es, mehr Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig soziale sowie ökologische Qualitäten eines Quartiers zu bewahren? Antworten darauf erhielt Baden-Württembergs Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Theresa Schopper, bei einem Besuch im Freiburger Stadtteil Metzgergrün.
Im Rahmen ihres Freiburg-Aufenthalts besichtigte die Ministerin gemeinsam mit Freiburgs Erstem Bürgermeister und Baubürgermeister Prof. Dr. Martin Haag den bereits fertiggestellten ersten Bauabschnitt des Quartiers. Dr. Magdalena Szablewska, Technische Geschäftsführerin des Freiburger Stadtbau Verbunds, stellte die weitere Entwicklung des Areals vor.
Bis Anfang der 2030er Jahre entstehen im Metzgergrün in mehreren Bauabschnitten rund 580 Wohnungen. Damit wird sich die Zahl der Wohnungen im Quartier gegenüber dem bisherigen Bestand verdoppeln, die Wohnfläche sogar verdreifachen. Geplant ist ein vielfältiges Wohnungsangebot für unterschiedliche Lebensphasen und Bedürfnisse. Ergänzt wird das Quartier durch ein Quartiers-Service-Zentrum mit Angeboten für Pflege, Betreuung und Begegnung.
Im Austausch mit den Projektverantwortlichen interessierte sich Ministerin Schopper insbesondere für die Herausforderungen großer Neubau- und Quartiersentwicklungsprojekte. Themen waren unter anderem die Auswirkungen gestiegener Baukosten, die langfristige Planung solcher Vorhaben sowie die aktive Beteiligung der Bewohnerschaft. Im Metzgergrün werden die Menschen über verschiedene Dialogformate und Arbeitsgruppen in die Entwicklung des Quartiers eingebunden.
Ein Schwerpunkt der Quartiersentwicklung liegt auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Nach dem Prinzip „Reduce, Reuse, Recycle“ werden vorhandene Materialien weiterverwendet, bestehende Bäume in die Planung integriert und nachhaltige Bauweisen konsequent umgesetzt. Holzbau, Photovoltaik sowie Fassaden- und Dachbegrünungen sind zentrale Bestandteile der DGNB-zertifizierten Entwicklung.
Das Quartier Metzgergrün des Freiburger Stadtbau Verbunds gilt als Leuchtturmprojekt für zukunftsfähigen Wohnungsbau. Es verbindet die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum mit hohen ökologischen, sozialen und nachhaltigen Qualitäten. Ministerin Schopper würdigte das Vorhaben als Beispiel für die Quartiersentwicklungen, die Baden-Württemberg brauche.
Zugleich macht das Projekt deutlich, dass sich Nachhaltigkeit und bezahlbares Wohnen nicht ausschließen. Damit solche zukunftsweisenden Projekte auch künftig realisiert werden können, braucht die Wohnungswirtschaft jedoch verlässliche und langfristig angelegte Förderbedingungen.



