Grundstein für 222 Mietwohnungen in Sindelfingen gelegt
Mit der feierlichen Grundsteinlegung beginnt die Umsetzung des Pfarrwiesenparks an der Pfarrwiesenallee 7–31. Auf dem traditionsreichen Wohnstandort der Wohnstätten Sindelfingen GmbH entstehen 222 neue Mietwohnungen. Die Fertigstellung des Quartiers ist für die zweite Jahreshälfte 2029 vorgesehen.
Oberbürgermeister Markus Kleemann, Oberbürgermeister der Stadt Sindelfingen und Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnstätten Sindelfingen GmbH, unterstreicht die Bedeutung des Projekts für die Stadtentwicklung: „Mit dem Pfarrwiesenpark schaffen wir 222 neue Mietwohnungen und damit 118 mehr, als es vorher dort gab. Wir schaffen damit dringend benötigten Wohnraum für unsere Stadt. Als kommunales Wohnungsunternehmen übernehmen die Wohnstätten Verantwortung für eine nachhaltige und langfristig ausgerichtete Wohnraumentwicklung. Der Pfarrwiesenpark zeigt, wie sich unterschiedliche Anforderungen zu einem attraktiven und zukunftsfähigen Wohnquartier verbinden lassen. Diesen Weg gehen wir nun mit den Wohnstätten.“
„Ein Grundstein trägt weit mehr als ein Gebäude. Er steht für die Verantwortung, die wir heute übernehmen und für die Idee, warum wir bauen. Wir führen die Geschichte eines Wohnstandorts fort, den die Wohnstätten seit fast 60 Jahren begleiten. Wir bauen nicht nur für die Gegenwart, sondern für Menschen, die wir heute noch nicht kennen“, sagt Geschäftsführer Georgios Tsomidis.
Aus 104 Wohnungen entsteht ein neues Quartier
Die Geschichte des Areals reicht bis ins Jahr 1968 zurück. Damals errichteten die Wohnstätten drei Gebäude mit insgesamt 104 Wohnungen. Zwischen 1989 und 1990 wurden diese umfassend modernisiert und boten über Jahrzehnte zahlreichen Menschen ein Zuhause. Nach knapp sechs Jahrzehnten entsprach die bestehende Bebauung jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen. Eine weitere technische Ertüchtigung erwies sich zudem als wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die Wohnstätten entschieden sich deshalb für eine umfassende Neuentwicklung des Standorts.
Mit dem Pfarrwiesenpark wird die bereits bebaute Fläche künftig deutlich effizienter genutzt: Statt der bisherigen 104 Wohnungen entstehen 222 Mietwohnungen. Damit schaffen die Wohnstätten zusätzlichen Wohnraum und entwickeln den etablierten Standort langfristig zu einem modernen und nachhaltigen Quartier weiter.
Sorgfältige Planung unter anspruchsvollen Bedingungen
Der Umsetzung ging eine intensive planerische und wirtschaftliche Prüfung voraus. Gemeinsam mit den Planungsbeteiligten untersuchten die Wohnstätten unterschiedliche Bauweisen – von modularen und seriellen Konzepten bis zur konventionellen Bauweise.
Gestiegene Baukosten und die veränderte Zinssituation stellten das Vorhaben dabei vor erhebliche Herausforderungen. Ziel war es, die städtebaulichen und qualitativen Anforderungen mit einer wirtschaftlich tragfähigen Umsetzung zu verbinden. Nach eingehender Prüfung fiel die Entscheidung schließlich für die konventionelle Bauweise.
Eine wesentliche Grundlage für die Finanzierung bildet ein KfW-Darlehen in Höhe von rund 22 Millionen Euro. Die neuen Gebäude werden nach dem KfW-ffizienzhausstandard 55 errichtet und an das Fernwärmenetz angeschlossen. Für die Bauausführung konnte die Arbeitsgemeinschaft PFARR, bestehend aus der Gustav Epple Bauunternehmung GmbH und der Dreßler Bau GmbH, als Partner gewonnen werden.
Wohnraum für die langfristige Entwicklung Sindelfingens
Auch Dr. Iris Beuerle, Verbandsdirektorin des vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V., war bei der Grundsteinlegung vor Ort. Sie unterstreicht die Bedeutung des Projekts angesichts der aktuellen Rahmenbedingungen: „Die Grundsteinlegung des Pfarrwiesenparks zeigt, was möglich ist, wenn alle Beteiligten gemeinsam an einer tragfähigen Lösung arbeiten. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung kommt es auf eine sorgfältige Planung, verlässliche Partnerschaften und eine gute Abstimmung aller Beteiligten an. Dass die Wohnstätten diesen Weg erfolgreich gegangen sind und heute den Grundstein für 222 neue Mietwohnungen legen, ist ein wichtiger Schritt für den Wohnungsbau in Sindelfingen.“
Zeitkapsel verbindet Vergangenheit und Zukunft
Ein fester Bestandteil der Grundsteinlegung ist die Zeitkapsel, die im Bauwerk hinterlegt wird. Sie soll Zeugnisse der heutigen Zeit für kommende Generationen bewahren und zugleich die Geschichte des Standorts mit seiner Zukunft verbinden. In die Kapsel wurden unter anderem eine Tageszeitung vom 21. September 2026, die Baupläne des
Pfarrwiesenparks, eine aktuelle Ausgabe des Mietermagazins der Wohnstätten Sindelfingen GmbH „wohnfühlen“ sowie eine Grußbotschaft an die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner gelegt. Oberbürgermeister Markus Kleemann legte für die Menschen in der Zukunft ein Stadtwappen sowie eine Neubürgertasche hinein. Gustav Epple Bauunternehmung GmbH legte einen Zollstock und Dreßler Bau GmbH ihre Firmenzeitung „Gabriel“ hinein.
Mit der Grundsteinlegung beginnt damit die nächste Phase in der Geschichte des Wohnstandorts. „Nach intensiver Planung und anspruchsvollen Rahmenbedingungen können wir nun den nächsten Schritt gehen und den Pfarrwiesenpark Wirklichkeit werden lassen. So bleibt der Standort, was er seit fast 60 Jahren ist: ein Ort zum Wohnen – heute und für kommende Generationen“, sagt Georgios Tsomidis.
Visualisierungen: Wohnstätten Sindelfingen

