Zum Hauptinhalt springen

Sie haben als Mitglied noch keine Zugangsdaten für den Mitgliederbereich?

Dann registrieren Sie sich hier.

Registrieren

0711 16345-0

info@vbw-online.de

 

Anschrift

Herdweg 52/54
70174 Stuttgart
 

Öffnungszeiten

Montag - Freitag
8:30 - 12:00 Uhr

Montag - Donnerstag
13:00 - 17:00 Uhr

 

Zu den Ansprechpartnern

Beispielhaftes Bauen: Drei Auszeichnungen für vbw-Mitgliedsunternehmen in Ulm

Bauprojekt Bassena und Pawlatscha der ulmer heimstätte eG und der UWS - Ulmer Wohnungs- und Siedlungs-Gesellschaft mbH

Bauprojekt Bassena und Pawlatscha der ulmer heimstätte eG und der UWS - Ulmer Wohnungs- und Siedlungs-Gesellschaft mbH

Wohnbauprojekt Warndtstraße der ulmer heimstätte eG

Wohnbauprojekt Warndtstraße der ulmer heimstätte eG

Quartiersentwicklung St. Elisabeth der Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau

Quartiersentwicklung St. Elisabeth der Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau

Die Auszeichnung „Beispielhaftes Bauen“ der Architektenkammer Baden-Württemberg (AKBW) würdigt herausragende Bauprojekte, die architektonische Qualität, nachhaltige Lösungen und einen besonderen Mehrwert für Stadt und Gesellschaft verbinden. Im aktuellen Auszeichnungsverfahren für die Stadt Ulm und den Alb-Donau-Kreis 2019-2026 wurden gleich drei Projekte von vbw-Mitgliedsunternehmen prämiert.

Bassena und Pawlatsche: Gemeinschaft als architektonisches Prinzip

Mit dem Projekt Bassena und Pawlatsche haben die UWS – Ulmer Wohnungs- und Siedlungs-Gesellschaft und die ulmer heimstätte eG im Ulmer Dichterviertel ein Wohnquartier geschaffen, das Gemeinschaft und Nachbarschaft konsequent in den Mittelpunkt stellt. Entstanden sind 73 Wohnungen mit insgesamt rund 6.773 Quadratmetern Wohnfläche, ergänzt um eine Kindertagesstätte sowie Räumlichkeiten für den RehaVerein. Die Gebäude wurden im Energiestandard KfW 55 errichtet und umfassen auch öffentlich geförderte Wohnungen; mehr als ein Drittel der Wohnungen ist über die soziale Wohnraumförderung gebunden.

Das vom Wiener Büro WUP architektur entwickelte Konzept überträgt bewährte Elemente des Wiener Wohnungsbaus nach Ulm. Die namensgebenden „Pawlatschen“ sind großzügige, offene Laubengänge, die nicht allein der Erschließung dienen, sondern als Begegnungsräume genutzt werden können. Die „Bassena“ interpretiert den klassischen Hausflur als kommunikative, natürlich belichtete Aufenthaltszone neu. Gemeinschaftsterrassen, Waschküche, Gemeinschaftsraum, Innenhof und Hochbeete fördern zusätzlich das Miteinander der Bewohnerschaft. Begleitet wird dies durch gemeinschaftsbildende Angebote und Wohnlotsen. Die Jury würdigte auch die Zusammenarbeit von UWS und Ulmer Heimstätte. Sie hebt den gemeinsamen Lernprozess beider Bauherrinnen hervor und beschreibt das Projekt als „Kooperationsmotor“. Dabei überzeugt sie das Zusammenspiel aus architektonischen Begegnungsräumen und der aktiven Mitgestaltung des Zusammenlebens durch die Bewohnerschaft.

Mehrfamilienhäuser Warndtstraße: Nachhaltiger Wohnungsbau mit Mehrgenerationenkonzept

Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Mehrfamilienhäuser Warndtstraße der ulmer heimstätte eG. Das Neubauprojekt am Kuhberg ersetzte einen nicht mehr wirtschaftlich sanierbaren Gebäudebestand aus den 1930er-Jahren. Entstanden sind 74 beziehungsweise 75 barrierefreie Mietwohnungen in mehreren Gebäuden mit gemeinsamer Tiefgarage. Die Wohnanlage wurde als Effizienzhaus 55 errichtet und erhielt das Qualitätssiegel Nachhaltiger Wohnungsbau (NaWoh). Vielfältige Wege vernetzen Plätze, Gebäude und den aufgewerteten Innenhof. Offene Treppenverbindungen verknüpfen Neu- und Bestandsquartier miteinander und fördern den Austausch zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern.

Eine Besonderheit des Projekts ist das integrierte Mehrgenerationenwohnen. Ein Teil der Wohnungen wird gemeinsam mit dem Verein aktiv gemeinsam wohnen e.V. genutzt, der gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Zusammenleben fördert. Gemeinschaftsräume und ein Gästeappartement ergänzen das Angebot. Die Jury überzeugte insbesondere die Verbindung von hochwertigem Wohnungsbau mit alten Bestandswohnungen, nachhaltiger Bauweise, barrierefreien Wohnungen und einer stabilen sozialen Mischung innerhalb der Hausgemeinschaften.

Quartiersentwicklung St. Elisabeth: Wohnen und Gemeinwesen aus einem Guss

Mit der Quartiersentwicklung St. Elisabeth wurde zudem ein Projekt der Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau ausgezeichnet. Gemeinsam mit der katholischen Kirchengemeinde entstand auf dem Areal der Kirche St. Elisabeth ein neues Stadtquartier. Herzstück des Vorhabens ist ein Geschosswohnungsbau mit 36 Miet- und Eigentumswohnungen. Ergänzt wird dieser durch ein neues Gemeindehaus mit Pfarrbüro, Sakristei und viergruppiger Kindertagesstätte.

Das Projekt zeigt beispielhaft, wie kirchliche Standorte zukunftsorientiert und in Verantwortung zur umgebenden Nachbarschaft weitergedacht werden können durch intelligente Nachverdichtung im urbanen Raum. Durch die Neuordnung des Areals entstanden zusätzliche Wohnungen, während zugleich großzügige Freiräume und ein neuer Quartiersplatz geschaffen wurden. Die Architektur folgt einem einheitlichen Gestaltungskonzept und bindet die Wohngebäude, die sozialen Einrichtungen und die Kirche zu einem harmonischen Ensemble zusammen. Die Jury hob insbesondere die hohe städtebauliche Qualität, die sensible Einbindung in das Umfeld sowie die gelungene Verbindung von Wohnen, Betreuung, Begegnung und Gemeindeleben hervor.

Die prämierten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie bezahlbares Wohnen, soziale Verantwortung, nachhaltiges Bauen und architektonische Qualität gemeinsam zu lebenswerten Quartieren beitragen können.

Bild 1 & 2: Bauprojekt Bassena und Pawlatscha der ulmer heimstätte eG und der UWS - Ulmer Wohnungs- und Siedlungs-Gesellschaft mbH

Bild 3 & 4: Wohnbauprojekt Warndtstraße der ulmer heimstätte eG

Bild 5 & 6: Quartiersentwicklung St. Elisabeth der Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau