Anlässlich Landtagsberatung zum Haushalt fordert vbw 1:1-Kofinanzierung der Bundesmittel für die Wohnraumförderung
Anlässlich der heutigen Beratungen über den Landeshaushalt 2027 im baden-württembergischen Landtag fordert der vbw Verband baden-württembergischer Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., die soziale Wohnraumförderung auszubauen und ihre Wirksamkeit zu verbessern. Angesichts des anhaltenden Mangels an bezahlbarem Wohnraum muss die Landesregierung auch in finanziell schwierigen Zeiten ausreichend Fördermittel bereitstellen. Entscheidend ist, dass die Mittel schnell und verlässlich in der gemeinwohlorientierten Wohnungswirtschaft ankommen.
Zwar hat das Land die Mittel für die soziale Wohnraumförderung in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Angesichts der weiterhin hohen Bau- und gestiegenen Finanzierungskosten ist es aber notwendig, dass die vom Bund bereitgestellten Mittel mindestens in gleicher Höhe durch das Land ergänzt werden und die Fördergelder dauerhaft und verlässlich bereitgestellt werden.
Besonders kritisch bewertet der Verband die langen Bearbeitungszeiten bei der Wohnraumförderung. Nach Rückmeldungen aus den Mitgliedsunternehmen des vbw warten Wohnungsunternehmen teilweise länger als ein Jahr auf Förderzusagen. Dies führt dazu, dass dringend benötigte Bauvorhaben verschoben werden oder zusätzliche Finanzierungskosten entstehen. Auch das derzeitige System der Reservierungszusagen muss überarbeitet werden, damit Fördermittel nicht über lange Zeiträume gebunden bleiben, ohne dass Wohnungen entstehen.
Die gemeinwohlorientierte Wohnungswirtschaft steht bereit, ihren Beitrag zu leisten. Wohnungsbaugenossenschaften sowie kommunale und andere gemeinwohlorientierte Wohnungsunternehmen sorgen bereits heute für bezahlbares Wohnen. Mit einer durchschnittlichen Nettokaltmiete von lediglich 7,91 Euro pro Quadratmeter liegen die Mieten der vbw-Mitgliedsunternehmen weiterhin deutlich unter dem allgemeinen Marktniveau.
„Wer heute beim bezahlbaren Wohnraum spart, verschärft die Probleme von morgen. Wohnraumförderung ist eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes. Deshalb erwarten wir, dass die Landesregierung und der Landtag der Schaffung bezahlbaren Wohnraums auch im Haushalt 2027 die notwendige Priorität einräumen“, sagt Dr. Iris Beuerle, Verbandsdirektorin des vbw abschließend.
